Von Engeln und Hexen, Reichtum, Seuchen und Krieg
Der Friedhof Melaten in Köln

Die Vielfalt des Kölner Melatenfriedhofs und seine jahrhunderte alte Geschichte regen an zu Meditation und Nachdenklichkeit.

Gesammelte Bilder, Informationen und Gedanken von mehreren Spaziergängen (hinter einigen der Bilder verbergen sich weitere - bitte anklicken!).

Engel. Auf das Foto klicken, um weitere Bilder zu sehen ...

Im Ursprung steht der Begriff der "Maladen", also der Kranken, dem heutigen Wort Melaten Pate. Gemeint waren hiermit natürlich nicht die normalen Kranken, sondern an der Lepra leidende, also schwerkranke dahinsiechende Personen, denen man vor Hunderten von Jahren wegen der Ansteckungsgefahr das Weiterleben in der Gemeinde verweigerte. Sie mußten raus bis vor die Tore der Stadt, mußten nach Melaten ...

Auch andere, gesellschaftlich unerwünschte Personen und Vorgänge wurden hierhin verbannt. Unter anderem wird von Hexenverbrennungen und Hinrichtungen berichtet.

Ursprünglich lag das Gelände diesen Zwecken entsprechend außerhalb der eigentlichen Stadtgrenze Kölns. Erst in späteren Jahren wurde es durch das Flächenwachstum Bestandteil der Stadt und liegt heute in deren westlichen Teil an der Aachener Straße (in der Nähe des Müngersdorfer Stadions - siehe auch weiter unten: Hinweise zur Anreise).

Kriegsgräber. Auf das Foto klicken, um weitere Bilder zu sehen ...

Im 19. Jahrhundert, zu napoleonischer Zeit, wurde dann an dieser Stelle der eigentliche Friedhof eröffnet. Bis heute sind hier auch alte Gräber aus damaligen Zeiten zu finden. Außerdem hat jeder inzwischen in der Region stattgefundene Krieg seinen Niederschlag in Form von Denkmalen gefunden.

Auf das Foto klicken, um weitere Bilder zu sehen ...

Heute gilt der Melatenfriedhof als Prominentenfriedhof der Stadt. Hiervon geben die Gräber beredt Zeugnis. Große, kunstvoll und aufwendig gestaltete Ruhestätten bezeugen die Wertschätzung, die man der verstorbenen Personen entgegen bringt. Oft findet man Gruften, in denen ganze Familien ihre letzte Ruhe finden.

Aufwendige Details ...


Eine Anreise mit dem Auto kann über die Autobahnen A1 bzw. A4 erfolgen (auf dem Kölner Autobahn-Ring halte man sich Richtung Westen). Die Ausfahrt Köln-Lövenich, auf der A1 in unmittelbarer Nähe des Westkreuzes, mündet direkt auf die Aachener Straße, der man nur noch einige Kilometer stadteinwärts ("Zentrum") folgen muß. Alternativ - und dies ist wegen der Parksituation im Kölner Stadtgebiet meist empfehlenswert - kann am Stadion das Park-and-Ride-Parkhaus angesteuert werden. Dort steigt man in die U-Bahn Richtung Innenstadt und fährt einige Stationen weiter (Haltestelle "Melaten").

Weitere Tips und Hinweise zum Thema finden Sie im XTraTriX Leser-Service.

Alle Fotos und Text von CRaB.


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