Rekultivierung im Braunkohle-Tagebau des Kölner Westens:
Der Boisdorfer See

Ein spontaner Spaziergang Mitte Oktober 2001 führt uns (zufällig) bis an den noch entstehenden Boisdorfer See. Aber beginnen wir vom Anfang an:

Teil 1/4: 

Ein trüber Sonntag-Mittag, der Himmel ist wolkenverhangen und es ist windig und ungemütlich kühl. Alles in allem nicht gerade ein Wetter, das einem die Laune auf die Spitze treibt. Man fragt sich, ob man die warme Behausung überhaupt verlassen möchte. Trotzdem entschließen wir uns zu einem Ausflug, bei dem uns unser Weg von Kerpen-Horrem über Kerpen-Türnich nach Frechen führen soll.

Kurz hinter Horrem kommt uns dann die Idee, nach einem Ausguck in den Kohleabbau zu suchen. Vor einigen Jahren noch, erinnere ich mich, konnte man hier "irgendwo" in ein riesiges Loch blicken (zuhause, auf der Landkarte, lese ich das genauer nach: Aussichtspunkt Mödrath). Also halten wir unser Fahrzeug kurzerhand links der Straße an und beginnen spontan einen Spaziergang - immer der Nase lang.

Hinter den an der Straße gelegenen Feldern betreten wir das Gebiet des Braunkohleabbaus und sehen auch bald am Horizont ein großes Gerät stehen. Dort wollen wir hin ...

Schweres Gerät im Braunkohletagebau im Erftkreis

Schon bald merken wir, wie sehr der optische Eindruck täuscht: es ist deutlich weiter entfernt, als wir denken. Aber wir lassen uns nicht von unserem Ziel abbringen und schreiten zügig voran.

Dann merken wir, wie sich die Umgebung ändert. Waren wir bisher durch flach bewachsenes Feld gegangen, teils mit jungen, frisch gepflanzten Bäumen, so sehen wir nun um uns herum lediglich offene, zerfurchte Erde ohne Bewuchs.

Rekultivierung: Künstlich entstandene Erdfurchen

Die trockene, braun-rötliche Erde erscheint pulvrig und leicht. Geht man darüber, so sinkt man mit den Füssen einige Zentimeter in den leichten Boden. Ich vermute, daß es sich Lößboden handelt - leicht, trocken und äußerst fruchtbar ...

Die etwa knietiefen Furchen wachsen zusammen zu einer eigentümlichen Bodenstruktur. Schon auf dem Weg hierher hatten wir in der bewachsenen Erde eine solche ungewohnte Geländeformung bemerkt.

Erdstruktur in der Braunkohle-Rekultivierung



Der nächste Teil: Das Gerät.

Alle Fotos und Text von CRaB.


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