Koblenz-Rundgang:
Florinsmarkt

Wahlweise gehen wir nun entweder direkt durch die Burgstrasse Richtung Osten / Rhein oder steigen neben der Alten Burg die Treppe hinunter, um ein Stück die Mosel entlang in Richtung Deutsches Eck zu spazieren. Gut zu sehen ist von hier die Festung Ehrenbreitstein, die wir später noch besuchen werden.

Bald biegen wir jedoch (vom Moselufer aus) noch einmal nach rechts ab, hoch zum Florinsmarkt. Dieser Platz erschließt ein Ensemble aus insgesamt vier historischen Gebäuden: Bürresheimer Hof, Altes Kaufhaus (heute Mittelrheinmuseum), Schöffenhaus und Florinskirche.

Koblenz-Rundgang: Blick durch die Burgstrasse  Koblenz-Rundgang: Platz am Florinsmarkt  Koblenz-Rundgang: Augenroller am Florinsmarkt  Koblenz-Rundgang: Künstlerhaus am Florinsmarkt

Der Augenroller an der Fassade des Mittelrheinmuseums, dessen Augen mit einem Uhrpendel gekoppelt sind, verweist dem Volksmund nach auf die Geschichte des Ritters Johann Lutter von Kobern. Dieser wurde 1536 als Räuber verurteilt und Am Plan öffentlich geköpft. Vor seiner Hinrichtung habe er dem Publikum noch einmal kräftig die Zunge herausgestreckt. Besondere Aufmerksamkeit erregte dabei seine adlige Herkunft sowie die Tatsache, daß sein Vater Ratsherr und zeitweilig sogar Bürgermeister in Koblenz gewesen war.

Historisch aber soll die Grimasse noch älter sein: nach dem Tode von Heinrich von Vinstingen (er errichtete, wie wir schon erfuhren, die heutige Alte Burg), beurkundeten die Koblenzer hiermit als Schöffensiegel 15 Jahre lang ihre Selbstverwaltung, die erst später, nämlich 1304 durch den Erzbischof Diether von Nassau gebrochen wurde.


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Rundgang durch Koblenz
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